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Käsekuchen mit Blaubeeren

Ich liebe Käsekuchen in sämtlichen Ausführungen. Als Geschmacks-Expertin ;) auf diesem Gebiet gibt es für mich einige Kriterien - er darf nicht zu süüüß und mächtig sein (die amerikanische Version ist für mich too much), die Masse darf nicht trocken sein und am Gaumen kleben, der Boden muss schön knusprig keksig sein. Schon alleine von der Beschreibung des perfekten Käsekuchens läuft mir das Wasser im Munde zusammen.

Was nun ist der Clou an diesem Rezept?

Die Zubereitung geht wirklich fix und du benötigst nur wenige Utensilien.

Für den Keksboden kannst du deine Vorräte an Keksen leeren und diese mischen. Zerkleinerer diese einfach in einem Gefrierbeutel. Ich verwende sehr gerne Kekse mit etwas mehr Geschmack, daher auch die Angabe mit Cantuccini, Amarettini... Der Boden nur mit Butterkeksen oder wie gewöhnlich Löffelbiskuit lässt den Boden eher fade schmecken. Haferflocken geben Bindung und "saugen" die Butter auf. Verwende an dieser Stelle richtige Butter, diese härtet den Boden gut aus und gibt den knusprigen, keksigen Geschmack.

Nun zur Füllung: Viele Käsekuchenrezepte sind rein mit Magerquark, hier finde ich die Masse dann aber oft trocken und klebrig am Gaumen. Für meinen Geschmack ist die Mischung mit Magerquark und 20%igem Quark genau perfekt. Daher also bitte keine Experimente dazu. ;) Meine bisherige Erfahrung mit Xylit (Zuckeraustausch) hat gezeigt, dass bei Süßspeisen auf Quarkbasis der Zucker ohne weiteres 1:1 durch Xylit ersetzt werden kann.

Der natürliche Abrieb der Bio-Zitrone gibt einen sehr feinen Geschmack, hier bitte nicht mehr als die Schale einer halben Zitrone, sonst ist der Zitronengeschmack zu intensiv. Auch hier gehe ich keine Kompromisse mit Aromafläschchen o.ä. Dingen ein.

Als Topping krönen die Blaubeeren unseren Kuchen. Diese kannst du je nach Saison, Verfügbarkeit und Geschmack durch andere Früchte ersetzen. Die Konfitüre dient dazu, dass die Beeren etwas kleben bleiben. Ich hoffe die Zubereitung und der Geschmack meines (Lieblings-) Kuchen überzeugt euch ebenfalls.

Zutaten für den Keksboden:
200 g Kekse, gerne gemischt (Butterkekse, Cantuccini, Amarettini, Haferkekse...)
50 g zarte Haferflocken
120 g Butter (keine Margarine)

 

Zutaten für die Füllung:
200 g Sahne
250 g Magerquark
250 g Quark 20%
125 g Zucker (oder Xylit)
70 g Speisestärke bzw. Kartoffelmehl
4 Eier
Abrieb einer 1/2 Bio Zitrone

 

Für den Belag:
ca. 250 g Heidelbeeren
1 EL Lieblingskonfitüre

 

Zubereitung:

Kekse in einem Gefrierbeutel zerkleinern, Butter im Topf oder Mikro zerlassen und mit Haferflocken unter die Kekse mischen. Einen Tortenring mit 22 cm Durchmesser auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen, die Keksbrösel flach in die Form drücken und kalt stellen. Sahne steif schlagen. Alle restlichen Füllung-Zutaten vermengen und die Sahne zum Schluss unterheben. Die Masse auf den Keksboden geben, Form mit Alufolie bedecken und in die Folie mit einer Gabel einige Löcher einstechen, sodass Luft/ Feuchtigkeit beim backen entweichen kann. 

Den Kuchen bei 180°C Ober-/Unterhitze für 60 Min. backen. Ofen abschalten und die Türe einen Spalt öffnen und den Kuchen weitere 10 Min. darin ruhen lassen. Über Nacht im Kühlschrank auskühlen lassen und abgekühlt mit Konfitüre bestreichen und mit Blaubeeren dekorieren.

 

Tipp: Ersetze die Blaubeeren durch andere frische Früchte wie Himbeeren oder Erdbeeren.
Den Magerquark und Quark mit 20% eher nicht ändern, so finde ich ihn genau richtig.

Dein Tortenring sollte ebenfalls 22 cm betragen, sonst wird der Käsekuchen sehr flach. 

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